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Schule für Flüchtlinge – Einfacher Text, Abschnitt 4 ‐
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EINFACHER TEXT
Michael Stenger sagt: „Die Schüler müssen wis‐ sen: Die Lehrer helfen ihnen. Auch wenn es Pro‐ bleme gibt.“ Ein einziges Mal gab es große Prob‐ leme. Eine Schülerin sollte zurückgeschickt wer‐ den. Der Schulleiter versuchte alles. Er infor‐ mierte Presse, Politik und Prominenz. Dadurch wollte er dem Mädchen aus Togo helfen. Sie sollte dableiben können. Stenger sagt: „Wir ha‐ ben das Mädchen aus dem Flugzeug geholt. Fast wäre es zu spät gewesen. Zur Not hätte ich mich ans Fahrgestell gefesselt.“ Manchmal ist Stenger radikal. Aber nur so kann man die Welt verän‐ dern und ein bisschen gerechter machen.
„Die müssen wissen, dass wir auf ihrer Seite ste‐ hen, auch wenn es eng wird“, sagt Stenger. Be‐ sonders eng war es, als zum ersten und bisher einzigen Mal eine Schülerin abgeschoben werden sollte. Der Schulleiter setzte alle Hebel in Bewe‐ gung, schaltete Presse, Politik und Prominenz ein, um das Mädchen aus Togo vor der Abschiebung zu bewahren. „Wir haben sie in letzter Minute aus dem Flieger geholt. Zur Not hätte ich mich ans Fahrgestell gefesselt.“ Da blitzt sie durch, die Radikalität, die man braucht, wenn man die Welt verändern und ein bisschen gerechter machen will.
© nat verlag 2016
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