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Schule für Flüchtlinge ‐ Einfacher Text, Abschnitt 3 ‐
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Im Jahr 2000 gründete Michael Stenger die „Schlau‐Schule“ für Flüchtlinge in München. Die Schule möchte den Schülern als Erstes neuen Mut machen. Sie bietet „schulanalogen Unter‐ richt“ an. Das bedeutet: Unterricht ähnlich wie in einer Schule. Jugendliche Flüchtlinge können nur in die „Schlau‐Schule“ gehen. Denn für staatliche Schulen sind sie schon zu alt. Stenger sagt: „Die Schüler sollen der Schule vertrauen können. Dann geht alles von ganz allein.“ Michael Stenger wundert sich immer wieder über die guten Fort‐ schritte von seinen Schülern. Viele von ihnen sind Analphabeten und wohnen in überfüllten Lagern. Trotzdem lernen sie in zwei oder drei Jahren flie‐ ßend Deutsch. Die Schüler lernen sehr schnell. Deshalb können sie die Hauptschulprüfung ma‐ chen. Fast alle bestehen die Prüfung. Die Schlau‐ Schule ist aus einem Grund erfolgreich: Die Klas‐ sen sind klein. Engagierte und speziell fortgebil‐ dete Lehrer und Sozialpädagogen helfen ihren Schülern. Gemeinsam lösen sie Probleme und Kri‐ sen. Ein kurdischer Junge aus dem Nordirak etwa erhielt täglich Drohanrufe von seinem Vater. Der Junge sollte dem Vater Geld schicken. Sonst würde der Vater die Mutter schlagen. Die Lehrer haben das herausgefunden. Sie be‐ sorgten dem Jungen daraufhin eine neue Handy‐ nummer. Damit wollten sie den Jungen schützen. Die Lehrer machten dem Jungen Mut. Sie unter‐ stützten ihn ganz besonders beim Lernen für den Hauptschulabschluss. Drei Monate später hatte er den Abschluss geschafft.
„Kopf hoch“ heißt die erste Lektion an der im Jahr 2000 gegründeten „Schlau‐Schule“ in München, das Kürzel steht für „schulanalogen Unterricht“. Für jugendliche Flüchtlinge ist sie die einzige Bil‐ dungschance, denn für staatliche Schulen sind sie schon zu alt. „Sobald die Schüler Vertrauen fas‐ sen, geht alles von ganz allein“, sagt Stenger. Er ist selbst immer wieder erstaunt, was die Flücht‐ lingskinder – viele von ihnen sind Analphabeten und wohnen in überfüllten Lagern – alles schaf‐ fen: In zwei oder drei Jahren lernen sie fließend Deutsch und saugen so viel Stoff in sich auf, dass sie die Hauptschulprüfung machen können. Fast alle bestehen. Das Erfolgsrezept der Schlau‐ Schule sind kleine Klassen. Engagierte und spezi‐ ell fortgebildete Lehrer und Sozialpädagogen hel‐ fen ihren Schützlingen, Probleme und Krisen zu bewältigen. Ein kurdischer Junge aus dem Nord‐ irak etwa erhielt täglich Drohanrufe von seinem Vater. Wenn er kein Geld schicke, schlage er die Mutter. Als die Lehrer davon Wind bekamen, be‐ sorgten sie dem Jungen zu seinem eigenen Schutz eine neue Handynummer. Sie sprachen ihm Mut zu und unterstützten ihn ganz besonders bei sei‐ nem Endspurt: Drei Monate später hatte er den Hauptschulabschluss in der Tasche.
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