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Schule für Flüchtlinge – Einfacher Text ‐

 „Die müssen wissen, dass wir auf ihrer Seite stehen, auch  wenn es eng wird“, sagt Stenger. Besonders eng war es,  als zum ersten und bisher einzigen Mal eine Schülerin ab‐ geschoben werden sollte. Der Schulleiter setzte alle Hebel  in Bewegung, schaltete Presse, Politik und Prominenz ein,  um das Mädchen aus Togo vor der Abschiebung zu be‐ wahren. „Wir haben sie in letzter Minute aus dem Flieger  geholt. Zur Not hätte ich mich ans Fahrgestell gefesselt.“  Da blitzt sie durch, die Radikalität, die man braucht, wenn  man die Welt verändern und ein bisschen gerechter ma‐ chen will.  Die staatlich anerkannte Privatschule finanziert sich durch  öffentliche Mittel, Spenden, Stiftungen und Sponsoren.  300 Schüler besuchen sie derzeit. Zusätzlich kümmert sich  das 40‐köpfige Kollegium um die Nachbetreuung von 75  Ehemaligen, die eine Ausbildung machen oder eine wei‐ terführende Schule besuchen. Manche schaffen sogar das  Abitur. „Wir müssen den Flüchtlingskindern nur eine  Chance geben. Sie nutzen sie.“ Diese Botschaft will Mi‐ chael Stenger im ganzen Land verbreiten. Im vergangenen  Jahr hat er die Schulleitung abgegeben, um sich ganz der  politischen Lobbyarbeit für Flüchtlinge zu widmen. Der  Motivationskünstler wünscht sich, dass sein Modellpro‐ jekt auch in anderen Großstädten Schule macht. Bedarf  gibt es überall. 

Michael Stenger sagt: „Die Schüler müssen wissen: Die  Lehrer helfen ihnen. Auch wenn es Probleme gibt.“ Ein  einziges Mal gab es große Probleme. Eine Schülerin sollte  zurückgeschickt werden. Der Schulleiter versuchte alles.  Er informierte Presse, Politik und Prominenz. Dadurch  wollte er dem Mädchen aus Togo helfen. Sie sollte dablei‐ ben können. Stenger sagt: „Wir haben das Mädchen aus  dem Flugzeug geholt. Fast wäre es zu spät gewesen. Zur  Not hätte ich mich ans Fahrgestell gefesselt.“ Manchmal  ist Stenger radikal. Aber nur so kann man die Welt verän‐ dern und ein bisschen gerechter machen.  Die Privatschule ist vom Staat anerkannt. Sie bekommt  Geld vom Staat und durch Spenden, Stiftungen und  Sponsoren. 300 Schüler besuchen die Privatschule heute.  Zusätzlich kümmern sich die 40 Lehrer und Sozialpädago‐ gen von der Schule immer noch um 75 frühere Schüler.  Diese Schüler machen eine Ausbildung oder besuchen  eine weiterführende Schule. Manche von den ehemaligen  Schülern schaffen sogar das Abitur. Michael Stenger sagt:  „Wir müssen den Flüchtlingskindern nur eine Chance ge‐ ben. Sie nutzen sie.“ Diese Botschaft will Michael Stenger  im ganzen Land verbreiten. Im vergangenen Jahr hat er  die Schulleitung abgegeben. Er will sich politisch ganz für  die Flüchtlinge einsetzen. Michael Stenger kann Men‐ schen sehr gut für etwas begeistern. Er wünscht sich et‐ was: Auch andere Großstädte sollen sein Modellprojekt  einführen. Denn eine Schule für Flüchtlinge braucht man  überall.

© nat verlag 2016 

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